Die von Henning Larsen Architects geplante Frankfurt School of Finance & Management bot hierfür am 22. November 2018 den passenden Rahmen.

Vier hochkarätige Architektur-Vorträge sowie vier fachspezifische Präsentationen in den sogenanntenSample Rooms zeichnen das gemeinsame Veranstaltungsformat der BASF und DETAIL aus. Unter dem Titel „Licht und Raum“ fand der BASF Architects Day in Frankfurt am Main am 22. November 2018 zum zweiten Mal statt.

Symbiose von Architektur- und Produktwelten auf dem BASF Architects Day

Die Verbindung von Architektur-Diskussion und Fachinformation steht im Vordergrund der Veranstaltungsreihe „BASF Architects Day“ von BASF in Kooperation mit der Zeitschrift DETAIL.

Die von Henning Larsen Architects geplante Frankfurt School of Finance & Management bot hierfür am 22. November 2018 den passenden Rahmen.

Vier hochkarätige Architektur-Vorträge sowie vier fachspezifische Präsentationen in den sogenanntenSample Rooms zeichnen das gemeinsame Veranstaltungsformat der BASF und DETAIL aus. Unter dem Titel „Licht und Raum“ fand der BASF Architects Day in Frankfurt am Main am 22. November 2018 zum zweiten Mal statt.

Flexible Reaktion auf sich verändernde Lebens- und Arbeitswelten

Über 100 Teilnehmer kamen zur Fachveranstaltung für Architekten und Planer in die Frankfurt School of Finance & Management. Werner Frosch, einer der vier Referenten des Architects Day, konnte so direkt in seinem Referenzprojekt die wichtigen Fragen von Raumwirkung und Interaktion mit den Nutzern darstellen. Denn sich stetig verändernde Lebens- und Arbeitswelten haben einen direkten Einfluss auf die Architektursprache. Daraus resultierend müssen sie für ihn und Henning Larsen Architects flexible und multifunktionale Zonen und Bereiche bieten, die individuell nutzbar sind. Beispielhaft konnte Werner Frosch dies an den im gesamten Gebäude der Frankfurt School of Finance & Management verlegten PU-Bodenbelägen der BASF darstellen. In den Fluren und Gängen im 1. Obergerschoss sind die hochbelastbaren Beläge farblich zoniert und werden flexibel für Präsentation, Interaktion oder fokussierte Gruppenarbeit von den Studierenden genutzt.

Licht und Raum(wirkung) sind Gestaltungsgrundsätze in der Architektur

Patrick Lüth vom Architekturbüro Snøhetta aus Norwegen bot mit seinem Vortrag die Verbindung zum Thema des Architects Day: der bewusste Umgang mit der Wirkung von Licht und Raum zeichnet seit jeher die Projekte von Snøhetta aus. Das in Oslo und Innsbruck beheimatete Büro besticht vor allem durch unkonventionelle Entwürfe und einen menschlichen Maßstab, die ihre Bauten „down to earth“ verankern. Darüber hinaus zeichnen die ausgewählten Projekte wie beispielsweise die Swarovski Manufaktur in Wattens/Österreich sich durch ein großes Maß an Partizipation und das Streben nach Wohlbefinden aus. Hierzu gehört vor allem das Gestalten mit Licht, sowohl Tages- als auch Kunstlicht. Denn über 90 % unseres Lebens, so Patrick Lüth, verbringen wir in geschlossenen Räumen.

Den undifferenzierten Nachhaltigkeitsbegriff endlich neu definieren

Dominik Wirtgen von Fischer Architekten aus Mannheim und Prof. Nathalie Eßig von der FH München rückten in ihren Vorträgen die Produktionstechnik, energetische Betrachtungen und den Gebäudelebenszyklus in den Fokus. Dominik Wirtgen befasst sich mit seinem Büro seit vielen Jahren mit der Optimierung der Fertigungsprozesse in der Gebäudeerstellung und der Reduzierung des Einsatzes grauer Energie. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Massenreduktion im Betonbau ein optimales Korrektiv ist. Er forscht im Praxiseinsatz unter anderem an leichten und hochwertigen Fassadenelementen, bei denen Faserbeton zum Einsatz kommt. Die BASF liefert hierfür Fasern, die im Beton als Zuschlagstoff verwendet werden, wie Dominik Wirtgen anhand einer Vielzahl von erfolgreich realisierten Projekten zeigte.

Prof. Nathalie Eßig leitet an der Architekturfakultät der Hochschule München das Fachgebiet Bauklimatik. Ihr Abschlussvortrag machte eines sehr deutlich: der Nachhaltigkeitsbegriff, wie wir ihn bisher interpretieren, ist neu zu definieren. Zu betrachten sind nicht allein der energetische Fertigungsaufwand, sondern genauso die Arbeits- und Fertigungsbedingungen auf der Baustelle und in den Herkunftsländern der Werkstoffe. Dazu kommen der Energieaufwand für die Lieferung zum Bestimmungsort und vor allem der Betrieb eines Gebäudes. Denn allein die Betriebskosten machen über 80% der Gesamtkosten im Gebäudelebenszyklus aus, wie Prof. Eßig herausarbeitete.

Impressionen vom Architects Day in Frankfurt

Moderator Tim Westphal; Foto: Felix Will
Sample Room Licht: BASF präsentiert das neue Lichtlenkungsprojekt Skynative®; Foto: Felix Will
Referent Patrick Lüth, Snøhetta, spricht zum Thema „Licht, Raum und Gesamtkontext in der Architektur“; Foto: Felix Will
Sample Room Dämmung, Roland Streng, BASF, beantwortet Fragen zum Produkt Neopor®; Foto: Felix Will
Sample Room Dämmung, Frank Reuter, BASF, demonstriert das Produkt Cavipor®; Foto Felix Will
BASF Architects Day in der Frankfurt School of Finance & Management; Foto: Felix Will
Teilnehmer des BASF Architects Day; Foto: Felix Will
Impression BASF Architects Day; Foto: Felix Will
Sample Room Dämmung: Teilnehmer testet Hololens-Brille zur interaktiven Visualisierung von Styrodur®; Foto: Felix Will
Moderator Tim Westphal diskutiert mit Referent Werner Frosch, Henning Larsen Architects; Foto: Felix Will

Live zur Diskussion: Beton und Böden, Licht und Dämmung

In den vierpraxisbezogenen Sample Rooms stellten Experten passend zu den Vortragsthemen umfassende Hintergrundinformationen zu innovativen Produkten und nachhaltigen Lösungen rund um ausgewählte BASF-Werkstoffe vor. So veranschaulichte das Unternehmen seine Tageslichtlösung „Skynative“ anhand eines Prototyps. Das System basiert auf dem Prinzip der Lichtlenkung. Der Vorteil: Mehr natürliches Licht führt zu höherem Wohlbefinden und künstliches Licht kann eingespart werden.

Eines der vier Themen im Sample Room Dämmung war das mineralbasierte Cavipor – ein patentiertes 3-komponentiges System zur Herstellung eines Ortschaums. Dieser nichtbrennbare Schaum eignet sich besonders zur nachträglichen Kerndämmung, also der energetischen Sanierung zweischaligen Mauerwerks. Über die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des grünen extrudierbaren Polystyrolhartschaums (XPS) Styrodur konnten sich die Teilnehmer mit Hilfe einer sogenannten Hololens-Brille und der interaktiven Visualisierung eines 3D-Modellhauses informieren.

Das expandierbare Polystyrol (EPS) Neopor, die graue Weiterentwicklung von Styropor ist eine kosteneffiziente Lösung für Fassadendämmung im Rahmen von Wärmedämmverbundsystemen. Der Werkstoff ist bauaufsichtlich zugelassen und erfüllt die hohen deutschen Brandschutznormen.

Maßgeschneidertes Klimamanagement bieten die beiden Hochleistungsdämmstoffe Slentite und Slentex. Slentite, ein organisches PU-Aerogel als robuste Platte, führt dank einer um 25 bis 50% schlankeren Dämmung zu viel gestalterischer Freiheit und ist mit dem German Design Award 2018 prämiert worden. Slentex ist ein nichtbrennbarer, diffusions-offener und flexibler Hochleistungsdämmstoff, der eine schlanke und hocheffiziente Wärmedämmung bei Gebäudeelementen ermöglicht.

Der Sample Room Betonzusatzmittel ergänzte die Referenzprojekte von Dominik Wirtgen und erläuterte die Funktion der Kunststofffasern von MasterFiber, die eine starke und gleichzeitig leichtgewichtige Alternative zur herkömmlichen Stahlbewehrung sind.

Im vierten Sample Room konnten die Teilnehmer das breite Performance Flooring-Spektrum der BASF kennenlernen. Ein passendes Beispiel hierzu bot der in der Frankfurt School of Finance & Management verwendete Bodenbelag. Die flüssig applizierten MasterTop-Bodensysteme sind hoch belastbarlanglebig und bieten Designfreiheit. Sie bilden eine homogene und leicht zu reinigende Oberfläche für Anwendungen, beispielsweise im Gesundheits- und Bildungswesen.